Hohe Bußgelder wegen Datenschutzverstößen: 45 Millionen Euro für Vodafone
Weil uns immer wieder Fragen zu möglichen Bußgeldern bei Datenschutzverstößen erreichen, möchten wir auf einen aktuellen Fall hinweisen: Vodafone Deutschland wurde zu einer Rekordstrafe von insgesamt 45 Millionen Euro verurteilt. Grund: massive Datenschutzmängel.
Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider erklärte am 3. Juni 2025, dass betrügerische Agenturmitarbeiter Zugriff auf Kundendaten hatten – Vodafone hatte die externen Partner nicht ausreichend überprüft. Dafür gab es 15 Millionen Euro Bußgeld. Weitere 30 Millionen wurden fällig, weil beim Onlineportal „Mein Vodafone“ gravierende Authentifizierungsprobleme bestanden. Unbefugte konnten etwa auf eSIM-Profile zugreifen – teils sogar ohne Passwort.
Theoretisch hätte das Bußgeld deutlich höher ausfallen können: Bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes wären möglich gewesen – bei Vodafone rund 460 Millionen Euro.
Vodafone hat laut Behörde mittlerweile technische und organisatorische Maßnahmen verbessert, bzw. neu aufgesetzt, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
Bei weitergehenden Fragen helfen wir Ihnen jederzeit gerne weiter, bitte senden Sie eine kurze E-Mail an datenschutz@dsb-ms.de.
Ihr DSB Münster Team

